Am Sonntag stand wiedereinmal ein Lauf für viele von uns auf dem Programm. Vor einem solchen Lauf überlegt man sich immer, warum man es eigentlich auf sich nimmt, am Sonntagmorgen früh aufzustehen, um sich in irgend eine mehr oder weniger von gottverlassene Gegend zu begeben und dort, bei jedem Wetter sich zu quälen...Es ist wohl eine Frage, bei der "Lauf und Wahn" – von Günther Herburger - sich begegnen, wozu sich sogar Schriftsteller geäußert haben, denn insbesondere bei der Königsdisziplin des Laufs, dem Marathon, betreffen die berechtigten Bedenken des gesunden Menschenverstands die Gesundheit nicht unwesentlich und reichen bis hin zur physisch kaum zumutbaren Belastungsgrenze des Körpers.
Aber na ja, am Sonntag ging es schließlich nur um popelige 10 km und wenn man regelmäßig trainiert, nimmt man es lieber in Kauf, als Sonntags-Volkslaufs und Kirmesbesucher gespottet zu werden, als auf die Atmosphäre, die ja sehr, manchmal sogar schon zu vertraut ist, zu verzichten. Diese Läufe sind ja immer ein gelungenes Training wert, insbesondere dann, wenn man sich durch Zuschauer und Mitstreiter dazu motiviert sieht eine Einheit zu absolvieren, die man sonst, nie im Leben auf sich genommen hätte.
Wie dem auch sei, solche Läufe, deren Länge in Wirklichkeit unbestimmbar ist, motivieren ein immer wieder an den Traum einer neuen Bestzeit zu glauben...und sollten auch nicht zu sehr hinterfragt werden, sondern gewürdigt und genossen werden…
Manche nehmen sogar eine lange Reise auf sich und ehren damit die Veranstaltung um so mehr, und auch deshalb trifft man sich, der Langenweile zum Trotz immer wieder und es sind ja auch immer wieder auch die gleichen..., die kommen oder die fehlen…
Die größte Überraschung des Tages war wohl das schöne Wetter.
Es war für mich das erste Mal in Weinheim im Herbst und auch mir blieb eine kurze Unschlüssigkeit vor dem letzten Wendepunkt im Zielkanal nicht erspart – vgl. dazu Bericht über viele sich verlaufende Läufer und Läuferinnen auf laufreport.de -.
Diese Unschlüssigkeit hätte sich auch in eine längere Schleife verwandeln können, hätte ich nicht zum Glück Jukka vor mir gesehen, der als erster die Ziellinie überquerte.
Jukkas Rücken hatte ich mir sowieso während des Laufes einprägen können, denn der majestätisch Große und doch ziemlich flinke Finne, breitete seine Schultern auf der gesamten zweiten Runde wie Segel vor mir aus und bot mir willkommenen Windschatten und viel Motivation, um nicht meinen durch Müdigkeit geprägten Rhythmus zu sehr zu stoppen.
Auch Christian Hörauf und Jens Volpert erwischten einen guten Tag und alles in allem sollten alle zufrieden gewesen sein, denn es kamen für alle die erwünschten Zeiten heraus.
Allein vielleicht Georg Deck hatte mit seinen Schmerzen zu kämpfen und sollte wohl ein kleines Altar dem Halbgott Achilles in seiner Stube errichten und ihm ein paar Opfer spenden, um den flinken Läufer aus der Antike um mehr Glück zu bitten, damit es ihm nicht genau so wie dem antiken Helden bei der wichtigsten Schlacht - wenn es um die ersehnte Beute geht - mit der „sogenannten“ A.-Verse wiederfahre. Doch beiden ist der Ruhm unter uns Fans natürlcih sicher....und das hängt ja nicht vom Ergebnis ab!!
Also jetzt heißt es nur abwarten und Tee trinken, bis die nächste Chance geboten ist, sich der Konkurrenz zu stellen....Feudenheim oder Ladenburg...Maxdorf oder...???
Gruß
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen