


Kann man Literatur und Laufen kombinieren?
ich habe bereits auf Günther Herburgers Roman "Lauf und Wahn" hingewiesen. Es ist ein interessantes Buch für alle die, die einen Marathon gelaufen sind oder laufen wollen und das Ganze aus einer anderen Perspektive sehen wollen als rein unter sportlichem Gesichtspunkt.
Das für Reflektion aber die Konzentration auf sich selbst notwendig ist -wie beim Laufen selbst- und ein wenig Verachtung der übrigen Welt nötig ist, wobei dieser Zustand nicht von zu großer Dauer sein sollte, bestätigen meines Erachtens die Worte Emil Ciorans.
Insbesondere möchte ich auf die Abgründe der Literatur aufmerksam machen und darauf, das man zu oft vergisst, dass man sich im Leben immer wieder mit aussichtslosen Situationen konfrontieren muss. Daher ist es normal, dass sich einige Menschen, die häufig selbst von Krankheiten oder in einer besonderen Form von Leid betroffen waren, sich ausgiebig mit der Dimension des Schmerzens auseinandersetzen. Daraus entsteht unter anderem auch Wissen, Tradition, Kunst, Literatur, Philosophie, Sprache. Auch die sprachlichen Fähigkeiten jedes Menschen eröfnnen ihm neue Horizonte implizieren aber auch die Auseinandersetzung mit dem Fremden und gern Vergessenen.
Diese Leute fragt man dann auch, wenn man Schutz sucht oder wenn nicht alles so läuft, wie man es gerne hätte, oder man alleine ist, isoliert oder sich unverstanden fühlt, denn aus einem Text geht oft ein wenig Trost aus und weil man sich verstanden fühlen möchte und dies im Alltag nicht immer der Fall sein kann.
Natürlich vergisst man sehr oft, dass es auch andere Seiten des Lebens gibt, wenn man sich nur darum kümmert, immer auf der sonnigen Seite zu sein oder man kann den Versuchungen der dunkleren Seite der Seele verfallen und Genuß an der Auseinandersetzung mit dem nicht nur Positiven, nicht nur Schönen finden.
Alkohol und andere Formen von Sucht können mit Sicherheit ebenso bleibende Folgen verursachen, wie Bücher und wahrscheinlich sind Drogen und sinneserweiternde Mittel auch ein Weg, um sich von der "wirklichen Seite des Lebens" zu befreien oder erholen. Dennoch gehören Bücher zu den einfachsten und unschädlichsten Mittel von allen.
Hier also das Portrait eines Intellektuellen der zu den größten philosophischen Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts gehört hat und sich viel mit dem Leid der Seele, mit der Verletzlichkeit von Menschen befasst hat. Er litt selbst an Schlafstörungen und lebte bis zu seinem Ende in ärmlichsten Verhältnissen in Paris. Man darf ihn neben Mircea Eliade und Ionesco als einen der berühmtesten rumenischen Philosophen und Intellektuellen, die es je gegeben hat erwähnen.
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