Montag, 6. Oktober 2008

Kerveläufe in Sizilien....!!






















links oben sieht man den Start in der Stadt von Castellumberto. An diesem Wettkampf haben wir auch teilgenommen. Die anderen Bilder sind Repertoire-Fotos von einer anderen Veranstaltung, dem Giro Podistico di Castelbuono. Der Mann unten im Bild ist "il mitico Gelindo": Gelindo Bordin, der diesen Lauf zwei mal für sich entscheiden konnte und sich mit anderen italienischen Läufern spannende Duelle lieferte. Das Bild daneben ist von Castalbuono. Die Namen dieser 2 Veranstalgunen klingen ähnlich und obwohl die in Castellumberto, an der wir teilnehmen und über die ich hier berichte weniger bedeutend ist, sind sie beide sowohl, was die Kulisse als auch das Profil angeht vergleichbar und schon fast zum Verwechseln ähnlich. Daher hab ich mir erlaubt, die Bilder nebeneinander zu stellen.

Ich hatte das Gefühl an einer wichtigen Veranstaltung teil zu nehmen, denn jeder einzelne Läufer wurde aufgerufen und vorgestellt., so wie es sich gehört, wenn die Teilnehmer viele Titel errungen haben. In meinem Fall wurde nur erwähnt, dass ich aus dem Ausland komme. Mehr hätte man auch nicht erwähnen können. Einige jder Vorgestellten waren mir sogar bekannt. Es war ein junger Athlet, der im Crossbereich aktiv und erfolgreich ist: Luigi di Bella. Es gab auch 2 Kenianer und einen Marathonläufer aus Marokko. Einer der Kenianer hat einen Master in Mailand absolviert (man sieht ihn auf diesen Blog während er mit mir redet...) und gab beschämt zu , um seinen 4. Platz zu rechtfertigen..., dass er nicht mehr wirklich trainiert.

Was mich auch gewundert hat, war, dass die erste Runde von einem etwa 40 jährigen, nicht mehr ganz austrainierten Läufer angeführt wurde und zwar ohne, dass sich die Marokkaner oder Kenianer auch nur trauten an ihm vorbei zu laufen. Der Grund: dieser Mann organisiert den Lauf jedes Jahr und ist kein Unbekannter in der Laufszene. Er heißt Vincenzo Modica. Er organisiert jedes Jahr diese Veranstalgun in Zusammenarbeit mit AVIS, eine Organisation die sich um Blutspänden kümmert. Naja, er ist immer noch ganz schön fit, das kann ich hier bestätigen.

Ein anderer Sizilianer übernahm dann die Ehre der Führungsrolle. Diesmal aber blieben die Afrikaner hinter ihm, weil er ganz schön Gas gab. Das war: Francesco Bennici. Er startet nun seit Jahren für den Verein CUS TURIN aus dem Norden. Beruflich ist er als Carabiniere tätig also im Heer. Vor Jahren konnte er über 10.000 eine 27 laufen jetzt ist es wohl nur noch eine 29 . Er ist also jetzt schon seit langem nicht mehr wirklich aktiv. Dennoch, man muss sagen, er hält sich gut in Form. Als einziger ging er das Tempo mit und führte sogar die meiste Zeit. Sein Gewicht ist sehr gering und vom Körperbau scheint er wie S. Antibo zu sein. Wie die Marokkaner und Ethiopier sind auch viele Siizilier wie er gerade mal 1.60 groß und von grazilem Körperbau. Das ist natürlich ein großer Vorteil beim Laufen. Man kann sich denken, wie viel geringer ihr Aufwand ist, nach dem sie schon viele Km gelaufen sind, ienn man so viele Kg weniger mit sich herumschleppt. Francesco Bennici wiegt etwa 50 Kg und man sieht ihn beim Start der "Montefortiana" rechts im Bild mit den roten Farben der Carabinieri laufen.


http://www.sports-reference.com/olympics/athletes/be/francesco-bennici-1.html

Was Julia sehr gewundert hat, war auch die Zahl der vom Niveau her "sehr guten" Amateure (also mit Zeiten um die 31 Min. über 10km), die ganz und gar nicht danach aussahen: Vollbärte, stark behaarte, krumme Beine dominierten die Szene. Man sollte eben nicht vom Aussehen beurteilen.

Erst waren natürlich die Jugend und die Frauen an der Reihe: sie durften nur einen kurzen Kurs absolvieren. Das hat Julia nicht als sehr gerecht empfunden und leider waren ihr dann auch die 5 Km zu kurz als Trainingsbelastung. Aber dort herrschen eben andere Sitten. Immerhin gewann Sie ihren Lauf mit abstand und ihr Ruhm in der sizilianischen Läuferszene wuchs über jedem Maß hinaus. Nach 2 Wochen Aufenthalt und konstanter Teilnahme an Wettkämfe wurde sie immer öfter von Leuten angesprochen, die stolz verkündeten : "Ja, diesmal hab ich es geschafft vor Dir ins Ziel zu kommen!!". Man ist es dort einfach nicht gewohnt ein gutes Niveau bei Frauen zu finden. Die "guten" Frauen sind meist Profis und tauchen selten auf, da es davon nicht allzu viele gibt!


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