Dienstag, 18. November 2008

...Die andere Seite Italiens..







Was uns am meisten in Bergamo aufgefallen ist, neben den Schönheiten der Stadt (unter anderem die Heimatstadt von Gaetano Doninzetti ein Opernkomponist) waren die portestierenden Studenten aber auch die vielen Immigranten, die man am Bahnhof, in den Zügen und auf den Strßen antreffen konnte. Mehr als im Süden von Italien arbeiten und Leben in Bergamo, Vicenza, Treviso und Verona, sowie in Mailand und anderen Nordstädten viele Emigranten aus Tunesien, Nigeria, Algerien. Viele von ihnen sind durch die dürftige Reglementierung und Fürsorge des it. Staates gezwungen, zu einem Hungergehalt zu arbeiten, um überleben zu können. Viele von ihnen sind Flüchtlinge, die nicht zurück können oder wollen. Die meisten sind illegal eingewandert und nur ein geringer Anteil bekommt eine Aufenthaltsgenehmingung. 2,5 Euro pro Stunde wird auf dem Obst- und Gemüse Markt ein Schwarzarbeiter bezahlt, der die schweren Kisten von 4 Uhr bis 10 Uhr in die LKWs lädt.

Der Streik der Studenten richtete sich dagegen gegen Ministerin Gelmini, die eine umstrittene Schul- und Unireform vorgeschlagen hat. Die Stimmen, die man auf der Straße von den vorbeilaufenden Menschen hören konnte waren oft sehr abwertend.

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